vom Mofa zum Streetfighter
So weit ich mich erinnern kann schraubte ich schon in der Kindheit an meinem Roller, verschiedenen Fahrrädern, Seifenkisten und ähnlichen fahrbaren Untersätzen bis dann 1979, im Alter von 15 Jahren meine erste wirkliche Herausforderung in Form eines "Herkules Prima 5" Mofas zur Verfügung stand. Da zur damaligen Zeit im Freundeskreis dieses Modell populär gewesen ist, wurden hier recht umfangreiche Tuningmaßnahmen auf Grund der unterschiedlichen Meinungen durchgeführt. Der örtliche Fahrradhändler machte dadurch warscheinlich das Geschäft seines Lebens, denn wie das bei richtigen Tunern der Fall ist, mußte auch ich erst diverse Teile auf ihren Aufbau hin untersuchen bzw. zerstören, um dann am neuen Teil die gewünschte Maßnahme durchführen zu können. Das Resultat war dann sehr, sehr schnelle Mofas und ebenso schnell wurde dann auch die Ortspolizei auf uns aufmerksam und machte uns das Leben schwer.
Der logische Schluß aus diesem Umstand war, es mußte was her was schneller war, aber auch zulässig. Das war dann 1981 im Alter von 17 Jahren nach erfolgreicher Führerschein Prüfung der Klasse 4 auch gefunden. Da man bereits Erfahrung mit Herkules Fahrzeugen gesammelt hatte war das nächste Tuningobjekt ein "Hercules K 50 SE" Kleinkraftrad, das auch den Wünschen entsprechend umgebaut wurde. Optisch erfolgte dies durch eine Vollverkleidung, Höcker und zurückgelegte Schaltung bzw. Bremse und Motortechnisch durch Zylinderkopf und Auspufftuning.
So richtig in die Vollen ging es erst 1983 mit meinem ersten Motorrad, einer "Honda CB 500 Four". An diesem Objekt wurden zum ersten Mal alle Schrauben und Teile zerlegt, getunt und erneuert oder umgebaut. Hier zahlte ich auch mein höchstes Lehrgeld in Form eines gebrauchten Motors einer 550 Four, denn der eigene wurde sprichwörtlich "zu Tode frisiert".
Da man sich der Zeit und Technik anpassen muß, wurde im Jahre 1990 eine "Kawasaki ZXR 750" angeschafft, die wie alle Vorgänger ebenfalls komplett zerlegt, verändert und je nach Einsatzzweck (Straße oder Rennstrecke) wurde das Motorrad entsprechend den Anforderungen dann umgebaut. Durch einen Unfall 1992 wurde dieses Bike restlos zerstört und war nur noch bis auf einzelne Teile "Schrott".
Nach diesem technischen und finanziellen Alptraum wurden erstmals "kleiner Brötchen gebacken" und als Untersatz diente ab 1993 eine "Kawasaki KLX 650" Enduro, die auch optisch und technisch in Form von Auspuff und Motortunning bearbeitet wurde.
Auf Dauer war das aber nicht die richtige Lösung, denn die Geschwindigkeit, der Fahrbahnuntergrund und die Schräglage entsprachen nicht ganz meinen Vorstellungen und so mußte wieder ein neues Tunningobjekt her. Das war Anfang 1995 wiederum schnell gefunden. Ein Bekannter verkaufte seine "Suzuki GSXR 1100" und das bedeutete für mich eine spezielle Herausforderung, zumal es die Krönung an PS und ccm waren die ich bisher je gefahren oder umgebaut habe und zum anderen war ein kompletter Umbau als "Streetfighter" geplant.
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