Suzuki GSXR 1100

Der Ruf nach mehr Leistung von vielen aktiven Bikern konnte Suzuki schon 1986 stillen, mit der neuen GSX-R 1100. Aufgrund der Fahrwerksschwächen am Modell K kam 1990 das Modell L, Typ GV 73 C auf den Markt. Die Leistung der neuen GSX-R 1100 lag entdrosselt bei ca. 130 PS, der Hubraum betrug 1.052 ccm. Die GSX-R 1100 wurde so für Suzuki zum Kassenschlager. Vorne kam jetzt eine Up-Side-Down-Gabel zum Einsatz, an der Hinterhand eine längere Schwinge mit verbessertem Federbein. Der Motor wurde leicht verändert vom Vormodell übernommen. Das Gewicht betrug jetzt 247 kg.

Ab dem Modell L von 1990 wuchs auch die Hinterradfelge von 4,5″ auf 5,5″ und somit kam erstmals ein Reifen der Dimension 180/55 ZR 17 zum Einsatz. Vorne kam ebenfalls ein breiterer Reifen zum Einsatz: 130/60 ZR 17, anstatt des 120/60 ZR 17. Der Motor wurde neu abgestimmt, die Auspuffanlage verändert: Daraufhin stieg das Drehmoment der 100 PS-Version auf 94 Nm bei 7.000 U/min. Die Spitzenleistung blieb unverändert bei 138 PS. Somit blieb die GSX-R 1100 auch weiterhin der „Hans Dampf“ in allen Gassen. Durch das verbesserte Fahrwerk konnte sich die grosse Suzuki wieder besser der Konkurenz stellen, lediglich der 130er Vorderreifen stieß auf Kritik und wurde von vielen wieder auf 120er-Format zurück gerüstet.

1991 erlebte die luft- ölgekühlte GSX-R 1100 Ihre letzte Revision als Modell M: Im Motor wurde die Nockenwellenbetätigung von Gabelschlepphebeln auf Einzelschlepphebel umgestellt. Dies soll einer längeren Haltbarkeit zu Gute kommen. Im Zylinderkopf wurden die Kanäle neu gestaltet, die Vergaser wuchsen von 36mm auf 40mm Durchlass. Die Leistungswerte blieben aber unverändert. Die Verkleidung bekam ein neues Gesicht mit einer Glaskuppel vor den Doppelscheinwerfern. Die Heckverkleidung mit dem Rücklicht wurde neu gestaltet. Der Vorderreifen war jetzt wieder serienmäßig auf 120/70 ZR 17 verkleinert.